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Die Tragödie des Euro: Wenn das Geld die Ersparnisse gefährdet

Prof. Dr. Philipp Bagus, Verwaltungsratspräsident der Elementum International AG

Der Euro wurde seinen Bürgern als Garant für Stabilität und Wohlstand verkauft. Er sollte Europa wirtschaftlich verbinden, den Handel erleichtern und eine stabile Währung nach dem Vorbild der Deutschen Mark schaffen. Doch die institutionelle Konstruktion des Euro enthält Fehlanreize, die langfristig genau das Gegenteil bewirken können: Sie gefährdet den Geldwert und damit die Ersparnisse der Bürger.

Das grundlegende Problem liegt in der besonderen Struktur der Europäischen Währungsunion. In einem Nationalstaat fallen Geld- und Fiskalpolitik zumindest institutionell in einem politischen Raum zusammen. In der Eurozone hingegen existiert eine gemeinsame Geldpolitik, während die Fiskalpolitik weitgehend in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten verbleibt.

Daraus entsteht ein klassisches Problem der Allmende. Man kann sich einen Fischschwarm in internationalen Gewässern vorstellen, auf den verschiedene Fischer freien Zugriff haben. Für jeden einzelnen Fischer besteht der Anreiz, möglichst viele Fische zu fangen. Den Nutzen des zusätzlichen Fangs erhält er selbst, während die Kosten der Überfischung – der schrumpfende Fischbestand – von allen Fischern gemeinsam getragen werden. Gerade weil die Ressource allen zur Verfügung steht, hat jeder Einzelne einen Anreiz, sie möglichst schnell und intensiv auszubeuten.

In der Europäischen Währungsunion besteht ein ähnlicher Mechanismus. Die gemeinsam genutzte Ressource ist hier die Kaufkraft des Euro. Die Regierungen der Mitgliedstaaten können durch Defizite ihre Staatsausgaben erhöhen und sich zusätzliche Ressourcen verschaffen. Von diesen Ausgaben profitieren zunächst vor allem die jeweilige Regierung und die Empfänger der Staatsausgaben im eigenen Land. Ein Teil der Kosten kann jedoch auf die übrigen Nutzer des Euro externalisiert werden.

Dies geschieht insbesondere dann, wenn zusätzliche Staatsverschuldung vom Bankensystem finanziert wird und die Europäische Zentralbank durch ihre Geldpolitik die Finanzierungsbedingungen der Staaten stützt. Die dadurch begünstigte Geldschöpfung und monetäre Expansion können die Kaufkraft des Euro vermindern. Die Kosten der zusätzlichen Staatsausgaben werden damit nicht ausschließlich von den Bürgern des Defizitlandes getragen. Über den gemeinsamen Geldraum werden sie teilweise auf alle Eurohalter verteilt – auch auf jene, die in anderen Mitgliedstaaten leben.

Für eine Regierung entsteht somit ein problematischer Anreiz: Der politische Nutzen zusätzlicher Staatsausgaben konzentriert sich weitgehend im eigenen Land, während ein Teil ihrer monetären Kosten auf Euroausländer abgewälzt werden kann. Ähnlich wie jeder Fischer einen Anreiz hat, noch einen zusätzlichen Fisch zu fangen, hat jede Regierung einen Anreiz, zusätzliche Defizite einzugehen, solange sie erwarten kann, dass ein Teil der daraus resultierenden Kosten von der gesamten Währungsgemeinschaft getragen wird.

Die ausgebeutete Allmenderessource ist somit letztlich die Kaufkraft des gemeinsamen Geldes. Je stärker die einzelnen Staaten versuchen, diese Ressource durch Defizite für ihre eigenen politischen Zwecke zu nutzen, desto größer wird der Druck auf die Stabilität des Eurosystems. Die Tragödie besteht darin, dass ein Verhalten, das aus Sicht einer einzelnen Regierung kurzfristig rational erscheinen mag, in der Summe die gemeinsame Währung schwächt und die Ersparnisse aller Eurohalter gefährdet.

Die Staatsschuldenkrise hat diese Problematik deutlich sichtbar gemacht. Als einzelne Mitgliedstaaten Schwierigkeiten bekamen, ihre Schulden zu finanzieren, standen die europäischen Institutionen vor einem Dilemma. Eine konsequente Anwendung marktwirtschaftlicher Prinzipien hätte bedeutet, dass Gläubiger Verluste tragen und Staaten im Extremfall zahlungsunfähig werden können. Stattdessen setzte sich zunehmend die Auffassung durch, dass die Stabilität des Eurosystems um nahezu jeden Preis erhalten werden müsse.

Damit veränderte sich auch die Rolle der Europäischen Zentralbank. Die EZB entwickelte sich immer stärker zum entscheidenden Stabilisator der Währungsunion. Anleihekäufe, extrem niedrige Zinsen und eine massive Ausweitung der Zentralbankbilanz wurden zu Instrumenten, mit denen nicht nur geldpolitische Ziele verfolgt, sondern indirekt auch die Finanzierungsbedingungen hoch verschuldeter Staaten stabilisiert wurden.

Für den Sparer hat diese Entwicklung erhebliche Konsequenzen.

Geld ist nicht nur ein Tauschmittel. Es ist auch ein Mittel, um Kaufkraft in die Zukunft zu übertragen. Wer spart, verzichtet heute auf Konsum, um morgen konsumieren zu können. Eine stabile Währung schützt diesen intertemporalen Transfer von Kaufkraft. Verliert das Geld hingegen kontinuierlich an Wert, wird der Sparer schleichend enteignet.

Inflation wirkt dabei wie eine kaum sichtbare Steuer. Der nominelle Betrag auf dem Bankkonto bleibt möglicherweise unverändert oder wächst sogar durch Zinsen. Entscheidend ist jedoch nicht die Zahl auf dem Konto, sondern was man dafür kaufen kann. Steigen die Preise schneller als die Verzinsung der Ersparnisse, sinkt deren reale Kaufkraft.

Gerade hier zeigt sich die Tragödie des Euro. Die politische und institutionelle Logik der Währungsunion erzeugt einen permanenten Druck in Richtung einer expansiven Geldpolitik. Hohe Staatsschulden machen steigende Zinsen politisch und fiskalisch kostspielig. Gleichzeitig können wirtschaftliche und finanzielle Krisen immer neue Interventionen der Zentralbank rechtfertigen. Die außergewöhnliche Maßnahme von gestern wird so leicht zum normalen Instrument von morgen.

Für den langfristig denkenden Sparer stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage: Wie kann Vermögen vor den Risiken eines politischen Geldsystems geschützt werden?

Gold und Silber bieten darauf eine historisch bewährte Antwort. Im Gegensatz zum Euro können Edelmetalle nicht durch einen Beschluss einer Zentralbank geschaffen werden. Ihre Menge lässt sich nicht beliebig vermehren, um Staatshaushalte zu stabilisieren oder Finanzmärkte zu stützen. Sie besitzen keinen Emittenten, dessen Zahlungsfähigkeit über ihren Wert entscheidet.

Das bedeutet nicht, dass der Preis von Gold oder Silber nicht schwanken kann. Es bedeutet vielmehr, dass physische Edelmetalle außerhalb des Systems von Kreditversprechen und politisch gesteuerter Geldproduktion stehen. Gerade darin liegt ihre besondere Funktion für den Vermögensschutz.

Die eigentliche Tragödie des Euro besteht deshalb nicht nur in möglichen zukünftigen Währungskrisen. Sie liegt bereits in der schleichenden Veränderung unseres Verständnisses von Geld und Sparen. In einem gesunden Geldsystem wird Sparsamkeit belohnt und bildet die Grundlage für Kapitalbildung und Wohlstand. In einem inflationären Geldsystem wird der Sparer dagegen gezwungen, immer größere Risiken einzugehen, nur um die Kaufkraft seines Vermögens zu erhalten.

Wer langfristig Vermögen bewahren will, sollte daher nicht allein darauf vertrauen, dass politische Institutionen den Wert des Geldes schützen werden. Wahre finanzielle Vorsorge beginnt mit der Erkenntnis, dass Geld selbst ein Risiko sein kann.

Wie kauft man günstig Edelmetalle und lagert diese sicher?

Die Elementum Deutschland GmbH mit Sitz in Sindelfingen ist auf den Handel mit physischen Edelmetallen spezialisiert. Kunden, die bei Elementum Deutschland (oder einer der weiteren nationalen Elementum-Gesellschaften in fünf europäischen Ländern) Edelmetalle erwerben, können diese im renommierten Hochsicherheitslager im St. Gotthard-Massiv in der Schweiz bei der Elementum International AG einlagern lassen.

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, Gold und Silber direkt zu erwerben und sich an Ihre Wunschadresse liefern zu lassen. Doch gerade bei Silber bietet die Einlagerung im sog. Offenen Zollfreilager am Gotthard entscheidende steuerliche Vorteile:

  • Beim Kauf und Verkauf entfällt die in Deutschland übliche Mehrwertsteuer von 19% vollständig – ein erheblicher Preisvorteil, der Ihnen faktisch 19% mehr Silber für Ihr Geld sichert.
  • Wenn Sie Ihr Silber im Zollfreilager aufbewahren, können Sie es später jederzeit wieder direkt an die Elementum Deutschland GmbH verkaufen – ohne bürokratischen Aufwand und ebenfalls ohne Mehrwertsteuerpflicht, da der Handel innerhalb des Zollfreilagers erfolgt.
  • Die Mehrwertsteuer wird nur dann fällig, wenn Sie das eingelagerte Silber physisch entnehmen – entweder durch persönliche Abholung (nach vorheriger Anmeldung) oder durch Versand an Ihre Anschrift.

Mehr Silber, mehr Rendite

Dank der zollfreien Lagerung erhalten Sie beim Kauf 19% mehr physisches Silber. Diese zusätzliche Menge nimmt bei einem Silberpreis-Anstieg ebenfalls an der Wertentwicklung teil – ein Hebeleffekt, der Ihre Renditechancen deutlich verbessert.

Über Elementum

Elementum ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen in zweiter Generation. Vertrauen, Beständigkeit und langfristiges Denken stehen im Mittelpunkt unserer Philosophie. Der Verwaltungsrat der Elementum International AG setzt sich aus international renommierten Experten der Geld- und Edelmetallmärkte zusammen – darunter Volkswirte, Analysten, Hochschulprofessoren und Edelmetallspezialisten. Diese fundierte Expertise bildet das Rückgrat unseres Handelns – für Ihre Sicherheit, Ihr Vermögen und Ihre Zukunft.

Über den Autor

Prof. Dr. Philipp Bagus

Verwaltungsratspräsident der Elementum International AG

Philipp Bagus ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geld- und Konjunkturtheorie, zu denen er in internationalen Fachzeitschriften wie Journal of Business Ethics, Independent Review oder American Journal of Economics and Sociology publiziert hat. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den „O.P. Alford III Prize in Libertarian Scholarship“, das „Sir John M. Templeton Fellowship“, den „IREF Essay Prize“ sowie den Ludwig-Erhard-Preis 2016. Bagus ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Ludwig von Mises Instituts Deutschland und Autor mehrerer Bücher. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen der Bestseller „Die Ära Milei: Argentiniens neuer Weg“ (2024), „Wir schaffen das – alleine!“ (2017), „Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden“ (2014) sowie „Die Tragödie des Euro: Ein System zerstört sich selbst“ (2011).

Kontakt

Rockstone News & Research
Stephan Bogner (Dipl. Kfm., FH)
Müligässli 1, 8598 Bottighofen
Schweiz
Telefon: +41-71-5896911
Email: info@rockstone-news.com

Disclaimer: Dieser Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors wieder. Elementum übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte und keine Haftung für deren Nutzung. Dieser Beitrag kann Links zu externen Websites Dritter enthalten. Für die Inhalte dieser externen Seiten übernimmt Elementum keine Verantwortung und distanziert sich ausdrücklich von allen dort bereitgestellten Inhalten. Zum Zeitpunkt der Verlinkung waren keine rechtswidrigen Inhalte erkennbar. Die hiesigen Ausführungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Elementum International AG ist eine schweizerische Firma, die ausschliesslich auf die Lagerung von physischen Edelmetallen in der Hochsicherheitstresoranlage im St. Gotthard Bergmassiv in der Zentralschweiz spezialisiert ist. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsführung der Elementum International AG wurden ausschließlich aufgrund ihrer fachlichen Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen in Bezug auf Edelmetallmärkte ausgewählt. Da diese Personen neben ihrer Tätigkeit bei der Elementum International AG noch anderweitig berufstätig sein können, hat die Elementum International AG keinen Einfluss auf ihre Aktivitäten und respektiert auch in diesem Rahmen die allgemeine Meinungsfreiheit. Die vertretenen Standpunkte der für die Elementum AG arbeitenden Personen spiegeln daher nicht automatisch die Meinung der Elementum International AG wider. Investitionen auf dem Gebiet der Edelmetalle unterliegen hohen Risiken. Neben der allgemeinen Investitionsrisiken unterliegen sie auch bestimmten Risiken, die von der Struktur dieses Marktes ausgehen. Deshalb bitten wir Sie, unsere Risikohinweise aufmerksam zu lesen. Für Investitionen sind jeweilige Vertragsdokumente und in diesen enthaltene Risikohinweise maßgebend. Weder der Autor noch die Unternehmen Elementum International AG und Elementum Deutschland GmbH übernehmen jedwede Gewähr für die Folgen von Handlungen, die aufgrund der Informationen in den elektronischen Publikationen oder auf den Internetseiten der Gesellschaften oder sonstwo ausgeführt wurden. Investitionen sind immer mit verschiedenen Formen von Risiken verbunden. Einstige Profite sind keine Garantie für zukünftige Profite. Es wird empfohlen, dass Sie sich bei Investitionen immer der Hilfe von ausgebildeten und rechtlich eingetragenen Finanzberatern bedienen oder sich entsprechend Ihrem persönlichen Finanzhintergrund individuell beraten lassen. Vor einer Investition ist es empfehlenswert, genau festzulegen, welche Finanzziele Sie verfolgen, diese dann nach Relevanz einzuordnen, um dann festzustellen, welches Risiko Sie bereit sind, einzugehen, sodass alsdann ein vollständiger Finanzplan von einem anerkannten Finanzberater erstellt werden kann. Bitte holen Sie sich vor einer Investition zwingend einen solchen Finanzberater zur Seite und lesen Sie die vollständigen Disclaimers auf den Webseiten von Elementum International AG und Elementum Deutschland GmbH. Das Titelbild wurde von Shutterstock.com bezogen und lizenziert.

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