CRD: König der Gehalte und der Kontinuität
- Die CRDs sind bekannt für ihre hohen Gehalte an Silber, Zink und Blei.
- Mineningenieure lieben die kontinuierliche CRD-Erzabbaubreite von wenigen Metern (bis zu 10 m und manchmal sogar mehr; Verdickung in der Tiefe; ideal für den Untertagebau geeignet).
- Unabgebaute CRD-Vorkommen sind heute nur noch selten zu finden, denn wenn jemand in der langen Vergangenheit der Menschheit auch nur ein Einziges gesehen hätte, wäre es höchstwahrscheinlich bereits abgebaut worden. Das liegt daran, dass sie durch ihren fast puren, nicht selten 90%igen Reinmetallgehalt auffallen.
- Strip-Ratio: Ohne viel taubes Gangmaterial oder nachteilige Elemente ist eine Menge Metall in einer kleinen Tonnage konzentriert, die sich perfekt für kostengünstige Abbau- und Verarbeitungsmethoden eignet, um die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Wenn Sie >10 Mio. Tonnen hochgradige CRDs an oder nahe der Erdoberfläche finden, können Sie sich glücklich schätzen.
- Einige CRDs beherbergen >100 Mio. Tonnen.
- Bei den meisten CRDs handelt es sich um blinde Lagerstätten, die nur selten an der Erdoberfläche austreten. Solche Lagerstätten tief und blind zu erbohren, kostet mehr Zeit und Geld als in Ausbisse zu bohren, um sie mit dem Bohrer schnell bis zur Quelle etwas tiefer zu verfolgen (hoffentlich nicht zu tief für den Abbau): Eine magmatische Intrusion, typischerweise in Form eines Porphyrs, entweder taub oder angereichert mit Kupfer, Gold und/oder Molybdän.
CRDs (Carbonate Replacement Deposits) unterscheiden sich von anderen polymetallischen Lagerstättentypen wie VMS (Volcanogenic Massive Sulfides) und MVT (Mississippi-Valley-Type):
CRDs bieten ein viel größeres Tonnage-Potential als VMS- und MVT-Lagerstätten und weisen gleichzeitig typischerweise höhere Gehalte an Silber, Zink, Blei und Kupfer auf, manchmal mit beträchtlichen Anteilen an Gold und anderen Metallen.
Tonnage
CRD:
10-150 Mio. t
VMS: (811 Lagerstätten, 1999)
0,3-33 Mio. t mit 13 Lagerstätten >100 Mio. t
MVT: (30 größten Lagerstätten, 2009)
10-128 Mio. t (Durchschnitt: 38 Mio. t)
Gehalte
CRD:
- Zink: 3-25%
- Blei: 3-25%
- Kupfer: 0,2-5%
- Silber: 150-1500 g/t
- sowie Anreichungen aus Au, Cd, Ge, In, W, Mo, PGE
VMS: (811 Lagerstätten, 1999)
- Zink: 0,3-6%
- Blei: 0,1-2,9%
- Kupfer: 0,9-4,8%
- Silber: 5-238 g/t
- Gold: 0,8-3 g/t
MVT: (30 größten Lagerstätten, 2009)
- Zink: 1-14%
- Blei: 0,3-13%
- Kupfer: 0-0,4%
- Silber: 0-161 g/t
CRDs bieten ein viel größeres Tonnage-Potential als VMS- und MVT-Lagerstätten und beinhalten gleichzeitig i.d.R. höhere Gehalte an Silber, Zink, Blei und Kupfer, manchmal auch mit nennenswerten Anteilen an Gold und anderen Metallen.
CRDs sind für etwa 40% der historischen Silberproduktion Mexikos von 10 Mrd. Unzen verantwortlich und zeichnen sich durch massive bis semimassive Silber-Blei-Zink-Sulfid-Ablagerungen in Kalkstein aus. CRDs kommen entlang großer regionaler Strukturen vor, die mehrere der größten CRDs in Mexiko beherbergen:
„Das Modell der Karbonat-Verdrängungslagerstätten (CRD) geht auf Dr. Peter Megaws Doktoratsstudien in Santa Eulalia zurück und wurde weltweit wiederholt bestätigt… Der Santa Eulalia Distrikt ist einer der wichtigsten Silber- und Basismetallproduzenten Mexikos und seine größte CRD. Die historische Produktion des Distrikts (1703-2020) beläuft sich auf 51 Mio. t Erz mit durchschnittlichen Gehalten von 310 g/t Ag, 8,2% Pb und 7,1% Zn, was insgesamt 500 Mio. Unzen Ag, 4 Mio. t Pb und 3,6 Mio. t Zn ergibt.“ (Quelle)
“CRDs haben den zweitgrößten Anteil an der historischen Silberproduktion Mexikos. CRDs sind das Rückgrat der mexikanischen Untertage-Blei-Zink-Bergbauindustrie von Weltrang. Das Land verfügt über zahlreiche Ag-Pb-Zn (Cu, Au) CRDs, die entlang des Schnittpunkts des mexikanischen Überschiebungsgürtels und des magmatischen Gürtels der Sierra Madre Occidental auftreten. Die größten CRD-Lagerstätten scheinen entlang der vermuteten tiefen Krustenstrukturen zu liegen.“ (Quelle)
Während VMS-Lagerstätten häufig metallurgisch komplexe Erze enthalten, sind CRDs und MVTs metallurgisch eher unkompliziert. Die durchschnittlichen Gesamtbetriebskosten (für den Abbau, das Zerkleinern und die Verarbeitung) sind bei CRDs und MVTs im Allgemeinen niedriger als bei VMS- und Sedex-Lagerstätten oder sogar bei aderartigen Lagerstätten. (Quelle)
Darüber hinaus bilden sich CRDs in der Regel als Ergebnis einer nahegelegenen Porphyrintrusion und bieten somit das Potential, neben den CRDs auch große Tonnagen aus dem Abbau solcher Lagerstätten zu gewinnen. Heutzutage stehen die meisten derartigen Projekte weltweit vor der Herausforderung, dass viele Unternehmen kleine Teile eines CRD-Porphyr-Systems kontrollieren, oft im Rahmen von Optionsvereinbarungen und/oder mit zugrundeliegenden Lizenzverpflichtungen (NSRs; Net Smelter Royalties; für Seniors eher unattraktiv). Dies macht es für die Seniors schwierig, das gesamte Ausmaß solcher großen CRD-Porphyr-Systeme zu erwerben, um die regionale Geologie und Struktur des Komplexes mit Explorationsprogrammen auf Distriktniveau besser zu verstehen.
CRDs sind polymetallische Verdrängungslagerstätten (auch als Silber-Blei-Zink-Lagerstätten mit Hochtemperaturkarbonat bekannt), die durch die Verdrängung von Sedimentgestein (in der Regel Karbonatgestein) durch metallhaltige Lösungen in der Nähe von magmatischen Intrusionen (z.B. Kupfer- oder Molybdänporphyre) entstehen. Wenn der CRD-Erzkörper aus metallischen Mineralen einen Körper entlang der Schichtungsebene des Gesteins bildet, wird er gemeinhin als Manto-Erzlagerstätte bezeichnet. Andere Erzgeometrien sind Schlote („chimneys“) und Adern. Die Mineralogie ändert sich mit der Entfernung von der Intrusion: Am nächsten zur Intrusion befindet sich die Kupfer-Gold-Zone, dann die Blei-Silber-Zone und schließlich die Zink-Mangan-Zone. In vielen Fällen können CRDs als der entfernte Teil eines Kontinuums mit Skarn-Lagerstätten betrachtet werden, und in einigen Fällen kann die Terminologie falsch verwendet werden.
Obwohl die Geometrie des Erzkörpers, die Lithologie des Muttergesteins und das Vorhandensein von Blei und Zink ähnlich sind, werden MVTs (Mississippi Valley Type; auch bekannt als Karbonat-Blei-Zink-Lagerstätten) als eine andere Art von Erzlagerstätten betrachtet. MVTs weisen oft keine Silber- und Goldmineralisation auf, haben eine niedrigere Temperatur und stehen nicht in Verbindung mit nahe gelegenen magmatischen Intrusionen.
Hermosa
Die letzte große CRD-Transaktion war das Hermosa CRD-Projekt (ehemals Taylor-Hermosa / Hardshell-Projekt).
Am 17. Juni 2018 übernahm die an der ASX notierte South32 Ltd. für ein All-Cash-Angebot von $1,8 Mrd. CAD die an der TSX notierte Arizona Minerals Inc. (der Angebotspreis von $6,20 CAD pro Aktie entsprach einem Aufschlag von 50% gegenüber dem Schlusskurs des Vortags).
"Unser All-Cash-Angebot für Arizona Mining wird es uns ermöglichen, die Planung und Entwicklung eines der spannendsten Basismetallprojekte der Branche zu optimieren. Wir sind seit Mai 2017 ein Hauptaktionär von Arizona Mining und ein aktiver Teilnehmer am Hermosa-Projekt mit einer Vertretung im Betriebsausschuss und einem nominierten Mitglied im Aufsichtsrat. Unser tiefes Verständnis dieser hochgradigen Ressource und des umliegenden Grundstückspakets sowie unsere umfassende Erfahrung bei Cannington machen uns zum natürlichen Eigentümer dieses Projekts und stellen sicher, dass wir gut positioniert sind, um es zur Erschließung zu bringen und unseren Aktionären einen erheblichen Wert zu bieten."
CEO Graham Kerr als South32 Hermosa im Juni 2018 akquirierte
Laut South32 (2022):
„Unsere Arbeit bei Hermosa ist Teil unserer Strategie, unser Portfolio umzugestalten und das Engagement in den Basismetallen zu erhöhen, die für eine kohlenstoffarme Zukunft entscheidend sind. Zink wird in der Infrastruktur für erneuerbare Energien und zum Schutz vor Korrosion verwendet, während Silber in Solarpanelen und Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommt.“
„Hermosa umfasst die Taylor Zink-Blei-Silber-Sulfid-Lagerstätte (Taylor-Lagerstätte), die Clark Zink-Mangan-Silber-Oxid-Lagerstätte (Clark-Lagerstätte) und ein umfangreiches, äußerst aussichtsreiches Landpaket mit dem Potential für weitere polymetallische und Kupfermineralisationen.“
„Wir haben eine Vormachbarkeitsstudie (PFS) für die Taylor-Lagerstätte abgeschlossen, unsere erste Erschließungsoption bei Hermosa. Es handelt sich um eine große Massivsulfidlagerstätte mit Karbonatverdrängung und einer geschätzten Mineralressource von 138 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 3,82% Zink, 4,25% Blei und 81 g/t Silber. Die Lagerstätte ist in der Tiefe und seitlich weiterhin offen und bietet weiteres Explorationspotential. Wir planen die Taylor-Lagerstätte als unsere erste ´Mine der nächsten Generation´, in der wir Automatisierung und Technologie einsetzen, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und einen kohlenstoffneutralen Betrieb anzustreben, der mit unserem Ziel übereinstimmt, bis zum Jahr 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen.“
„Eine Scoping-Studie für die räumlich verbundene Clark-Lagerstätte hat das Potential für einen separaten, integrierten Untertagebaubetrieb bestätigt, der Mangan in Batteriequalität sowie Zink und Silber produziert. Die Clark-Lagerstätte verfügt über eine Ressource von 55 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 2,31% Zink, 9,08% Mangan und 78 g/t Silber.“
Peñasquito
Newmont-Goldcorp (NYSE: NEM) besitzt 100% der Peñasquito Gold-Silber-Zink-Blei-Lagerstätte, Mexikos größter Goldmine und zweitgrößter Silbermine sowie einem der größten Zink- und Bleiproduzenten des Landes: „Zwei Diatrem-Pipes, Peñasco und Brecha Azul, sind die wichtigsten Wirte für die Gold-Silber-Zink-Blei-Mineralisation bei Peñasquito. Die Pipes weiten sich nach oben aus und sind mit Brekzienklasten in einer Matrix mit ähnlicher lithologischer Zusammensetzung gefüllt. Die Diatreme sind von zusammenhängenden Halos aus niedriggradigem, disseminiertem Sphalerit, Galenit und gold- und silberhaltigen Sulfosalzen umgeben. In der Tiefe zwischen den Diatremen Peñasco und Brecha Azul wurde eine polymetallische Mineralisation mit Granat-Skarn identifiziert. Der Skarn hat eine horizontale Ausdehnung von etwa 1.000 x 1.200 m und ist in der Tiefe offen.“ (Quelle)
Die Peñasquito Gold-Silber-Zink-Blei-Mine von Newmont-Goldcorp produzierte im Jahr 2018 rund 272.000 Unzen Gold, was laut Scotiabank etwa 17% des Nettovermögenswerts („net asset value“) der beiden Unternehmen ausmacht. Peñasquito ist die 5. größte Silbermine der Welt (die 2. rößte in Mexiko) und Mexikos größter Tagebaubetrieb, der aus 2 Gruben (Peñasco und Chile Colorado) besteht und zwischen 2020 und 2024 jährlich 1,6 Mio. GEOs (Goldäquivalent-Unzen) produzieren soll (2020E-GEO-Aufschlüsselung: 37% Gold, 28% Zink, 25% Silber, 10% Blei).
Proven & Probable Reserven (2020):
440 Mio. t Erz, die beinhalten:
- 16 Mio. Unzen Gold
- 912 Mio. Unzen Silber
- 6,3 Mio. t Zink
- 2,63 Mio. t Blei
Durchschnittlicher Erzgehalt der Mühle (2020E):
0,7 g/t Gold, 31 g/t Silber, 0,75% Zink, 0,35% Blei
Produktionskosten (AISC, 2020E):
$725 USD/Unze Gold
Minenlebenszeit (2020):
12 Jahre
“Im August 2007 wurde mit dem Vorabbau der Mine begonnen und eine umfangreiche Vergrößerung vorgenommen. Die Erweiterung wurde im März 2010 abgeschlossen und offiziell eingeweiht. Die volle Produktion wurde Ende 2011 erreicht. Die Erweiterung umfasste den Bau von 2 separaten verarbeitungsanlagen, einer Oxiderzanlage und einer Sulfiderzanlage. Die Oxidanlage nahm die Produktion im Februar 2008 auf und das erste Gold wurde im Mai 2008 gegossen... Das Projekt besteht aus einer Laugungsanlage und ist in der Lage, 25.000 t/Tag Oxid-Erz und 65.000 t/Tag Sulfid-Erz zu verarbeiten."
www.mining-technology.com/projects/penasquito/
Platosa
Excellon Resources Inc. (TSX: EXN) erwarb 1996 die Platosa Silber-Zink-Blei-Lagerstätte (Durango, Mexiko); das Grundstück umfasst nun 110 km2 aussichtsreiches Land. Platosa ist Mexikos hochgradigster Silberproduzent mit Ressourcen von 1.000 g/t AgEq; über 800.000 t wurden seit Beginn der Untertageproduktion im Jahr 2005 abgebaut; der Großteil des Abbaus erfolgte aus flach liegenden Massivsulfidkörpern (Mantos); das in der Mine produzierte Erz wird vor Ort zerkleinert und 200 km nach Süden zur Verarbeitung in der Miguel Auza Mühle transportiert; Minenaussetzung während der Pandemie; „Indicated“-Ressourcen: 317.000 t mit durchschnittlich 485 g/t Silber, 5,3% Bleiund 5,5% Zink (enthalten: 5 Mio. Unzen Silber, 37 Mio. Pfund Blei, 39 Mio. Pfund Zink).
“Die Platosa-Mine baut eine Reihe typischer, wenn auch sehr hochgradiger Massivsulfid-, distaler CRD-Silber-, Blei- und Zink-Manto-Lagerstätten ab, die sich strategisch günstig in der Mitte des produktiven mexikanischen CRD-Gürtels befinden. Die Ergebnisse der Kernbohrungen in den Jahren 2013 und 2014 bestätigten weiterhin, dass das Platosa-Grundstück ein beträchtliches Potential für die Entdeckung zusätzlicher hochgradiger Manto-Mineralisationen und für die Entdeckung großtonniger, jedoch niedriggradiger, proximaler Skarn-Mineralisationeb aufweist. Bei CRDs handelt es sich um epigenetische, intrusionsbedingte, sulfiddominante, blei-zink-silber-kupfer-goldreiche Lagerstätten, die in der Regel in Clustern in Verbindung mit großen regionalen geologischen Merkmalen auftreten. Der mexikanische CRD-Gürtel ist vielleicht der am besten erschlossene CRD-Cluster der Welt, wobei die typischen Lagerstättengrößen innerhalb des Gürtels zwischen 10 und 15 Mio. t liegen.“
Excellon Resources
Silvertip
Luftlinie nur ca. 180 km östlich von Atlin, BC, gelegen, muss man mit dem Auto ca. 370 km zurücklegen, um die Silvertip Mine zu erreichen. Schon bald nach der Entdeckung im Jahr 1955 wurde eine 26 km lange Zufahrtsstraße (Schotter) gebaut, um Zugang zu einem der hochgradigsten CRD-Projekte der Welt zu erlangen. Die lange Explorationsgeschichte zeigt, wie schwierig es in der Vergangenheit war, diese vergrabene (blinde) Lagerstätte in vertikalen Tiefen von 30 m bis 475 m zu finden, wobei „die bisher identifizierten Ressourcen wahrscheinlich die entfernten Teile des CRD-Systems darstellen und die höhergradigen Feeder-´Schlote´ („chimneys“) und die proximalen Kupfer-Gold-Skarn-Teile des Systems nicht gefunden wurden“, so ein Technischer Bericht von 2019.
Im Jahr 2017 zahlte das in Chicago ansässige Unternehmen Coeur Mining Inc. (NYSE: CDE) $250 Mio. USD für die Übernahme der in Privatbesitz befindlichen JDS Silver Holdings Ltd., die Silvertip besaß und entwickelte. Für diesen Preis erwarb Coeur eine neu errichtete Mine mit 2,35 Mio. t @ 352 g/t Silber, 9,4% Zink und 6,7% Blei („Indicated“).
„Dieser neu errichtete Betrieb verfügte zwar über eine reichhaltige Ressourcenbasis und einen Betrieb, den Coeur zur kommerziellen Produktion hochgefahren hat, doch ein technischer Bericht und ein Minenplan, um die hochgradigen Silberressourcen zu Reserven aufzuwerten, mussten für Silvertip noch fertiggestellt werden. Mit den Informationen aus einem rigorosen Bohrprogramm, das in den 14 Monaten seit der Übernahme durchgeführt wurde, hat Coeur ca. 58% der Ressourcen von Silvertip in Reserven umgewandelt, die ausreichen, um die Mine ca. 4,5 Jahre lang zu betreiben [mit einer Mühlenkapazität von 1.000 t pro Tag]… Während dieser ersten Zeitspanne wird erwartet, dass die Silvertip Mine durchschnittlich ca. 2,9 Mio. Unzen Silber, 45 Mio. Pfund Zink und 37 Mio. Pfund Blei bzw. etwa 8,2 Mio. Unzen Silberäquivalent pro Jahr produzieren wird. Damit würde Silvertip mit dem zweithöchsten Produktionsbetrieb im Portfolio von Coeur, der Rochester Silber-Gold-Mine in Nevada, gleichziehen.“ (Quelle, 2019)
Laut Coeurs aktueller ”Silvertip”-Projektwebseite: „Die Silvertip Silber-Zink-Blei-Mine ist ein Untertagebetrieb… Silvertip ist einer der höchstgradigen Silber-Zink-Blei-Minen der Welt und befindet sich in einem äußerst aussichtsreichen Landpaket… Coeur hat die Minen- und Verarbeitungsaktivitäten bei Silvertip Anfang 2020 vorübergehend eingestellt… [aber] hat seitdem zusätzliche technische Arbeiten und Explorationsaktivitäten durchgeführt, um eine potenzielle Expansion und Wiederaufnahme des Betriebs zu bewerten und zu unterstützen.“
Reserven (Proven & Probable, 2021):
1,8 Mio. t @ 252 g/t Silber, 8,21% Zink und 5,36% Blei beinhalten:
- 14,6 Mio. Unzen Silber [in-situ-Wert heute: $280 Mio. USD]
- 296 Mio. Pfund Zink [in-situ-Wert heute: $379 Mio. USD]
- 193 Mio. Pfund Blei [in-situ-Wert heute: $164 Mio. USD]
Ressourcen (Measured & Indicated, 2021):
2,8 Mio. t @ 291 g/t Silber, 10,46% Zink and 5,55% Blei beinhalten:
- 26,3 Mio. Unzen Silber [in-situ-Wert heute: $505 Mio. USD]
- 589 Mio. Pfund Zink [in-situ-Wert heute: $754 Mio. USD]
- 313 Mio. Pfund Blei [in-situ-Wert heute: $266 Mio. USD]
Ressourcen (Inferred, 2021):
2,4 Mio. t @ 236 g/t Silber, 8,98% Zink and 4,27% Blei beinhalten:
- 17,8 Mio. Unzen Silber [in-situ-Wert heute: $342 Mio. USD]
- 422 Mio. Pfund Zink [in-situ-Wert heute: $540 Mio. USD]
- 201 Mio. Pfund Blei [in-situ-Wert heute: $171 Mio. USD]
Mit einer Gesamttonnage (Reserven plus Ressourcen) von rund 7 Mio. t haben die enthaltenen Metalle einen in-situ-Wert von $3,4 Mrd. USD bei heutigen Marktpreisen.
Produktionskosten (AISC, 2017): $11,5 USD/Unze Silberäquivalent
Produktionsziel: 2,7 Mio. t Erz
Minenlebenszeit: 7,5 Jahre @ 1000 t/Tag
Coeur Mining Inc. (NYSE: CDE) übernahm die Silvertip Silber-Blei-Zink-Lagerstätte (nördliches BC, Kanada) durch die Übernahme von JDS Silver Holdings Ltd. (in Privatbesitz) im September 2017 für $200 Mio. USD ($146 Mio. in bar und 4,3 Mio. neue Coeur-Aktien im Wert von $38,5 Mio.): „Die Silvertip [Untertage-]Mine ist eine der neuesten und hochgradigsten Silber-Zink-Blei-Minen der Branche mit einem „Indicated“-Ressourcengehalt von 1.166 g/t, der [2,4 Mio. t mit durchschnittlich] 352 g/t Silber, 9,4% Zink und 6,7% Blei umfasst, und einem „Inferred“-Ressourcengehalt von 1.155 g/t, der [0,5 Mio. t mit durchschnittlich] 343 g/t Silber, 9,8% Zink und 6,2% Blei umfasst. Der Betrieb befindet sich knapp unterhalb der Grenze zu Yukon und liegt in einem äußerst viel versprechenden 37.650 Hektar [377 km2] großen Landpaket. Silvertip nahm die Produktion im 4. Quartal 2016 auf.“ [seit 2020 temporär stillgelegt} Silvertip ist einer der höchstgradigen Silber-Zink-Bleibetriebe der Welt und befindet sich in einem äußerst aussichtsreichen Landpaket. (Quelle)
Waterpump Creek
Ein aktuelles Beispiel ist die Waterpump Creek CRD-Lagerstätte in Alaska, die in diesem Sommer viel Aufmerksamkeit erzeugte, als Western Alaska Minerals Corp. (aktuelle Marktkapitalisierung: $155 Millionen; vollständig verwässert) Bohrergebnisse veröffentlichte: 102,7 m @ 159 g/t Silber, 5,4% Zink und 5,3% Blei nach 147 m Bohrlänge, inklusive 7,2 m @ 349 g/t Silber, 7,3% Zink und 9,7% Blei nach 159 m Bohrlänge (Bruttometallwert: $603 USD/t).
Wie die obige Abbildung zeigt, wurde das Loch WP-84-029 im Jahr 1984 vertikal gebohrt und erzielte eine mineralisierte Mächtigkeit von 1,4 m, wobei die Mächtigkeit in größeren Tiefen in Richtung Süden deutlich zunimmt.
Im Jahr 2021 testete Western Alaska die Waterpump Creek Lagerstätte zum ersten Mal seit 1984 mit Bohrungen: Loch WPC21-09 durchteufte 10,5 m @ 522 g/t Silber, 22,5% Zink und 14,5% Blei nach 109 m Bohrlänge (Bruttometallwert: $1.229 USD/t); Silberäquivalentgehalt: 1.991 g/t)
Wie die obige und untenstehenden Abbildungen zeigen, vergrößert sich die CRD-Mineralisation typischerweise in der Tiefe.
Stardust
NorthWest Copper Corp. (TSX: NWST) besitzt 100% der Stardust Kupfer-Gold-Silber-Zink-Lagerstätte (nördliches BC, Kanada), ohne Lizenzgebühren oder andere zugrunde liegende Belastungen: „BCs neueste, hochgradige Kupfer-Gold-Lagerstätte und eine der höchstgradigen Kupfer-Gold-Lagerstätten in BC… Bei Stardust handelt es sich um eine hochgradige Kupfer-Gold-Lagerstätte, die sich in einem großen mineralisierten System mit beträchtlichen Wachstumschancen befindet. Das Grundstück weist einen 2,2 km langen Mineralisationskorridor auf, der 4 für ein CRD-System typische Mineralisierungsarten umfasst: Porphyr, Skarn, Manto und epithermale Adern. Stardust ist eines der wenigen CRD-Systeme der Welt, bei dem alle CRD-Komponenten vollständig intakt sind. Die Möglichkeit, die Gesamtstruktur des Systems zu sehen, gibt uns die Möglichkeit, besser vorherzusagen, wie man es am effizientesten und erfolgreichsten erkunden kann.“
Indicated Ressourcen (2021): 2 Mio. t @ 1,31% Kupfer + 1,44 g/t Gold + 27 g/t Silber (2,59% Kupferäquivalent)
Inferred Ressourcen (2021): 5,8 Mt @ 0,86% Kupfer+ 1,17 g/t Gold + 20 g/t Silber (1,88% Kupferäquivalent)
“CRDs sind Körper mit metallischen Mineralen, die durch die Reaktion heißer magmatischer Fluide mit Karbonatgestein wie Kalkstein oder Dolomit entstehen. Die heißen, metallhaltigen Flüssigkeiten werden von der Wärmequelle, einer magmatischen Intrusion (Glover Mo-Cu Porphyry), nach oben getrieben und lösen das reaktive Karbonatgestein auf, wenn sie auf dieses treffen. Durch diese Reaktion verändert sich die Chemie der Flüssigkeit, sodass sie metallische Sulfidminerale ausfällt, die häufig Kupfer, Zink, Blei und bedeutende Edelmetalle wie Gold und Silber enthalten. Die Metallsulfidminerale "verdrängen/ersetzen" das Karbonat, wodurch eine massive Sulfidmineralisation entsteht. Näher an der Quelle der Flüssigkeiten liegt die Mineralisation häufig in Form von Kupfer-Gold-Skarn (Zone 421 und darüber liegende Canyon Creek-Zonen) vor, das in Zink-Blei-Silber-Mantos (Zone 4b Manto; Zone Nr. 3 Manto; Zone Nr. 2 Manto) und Schlote/Chimneys übergeht. In der Peripherie des Systems, die kühleren Flüssigkeiten fallen Silber- und Gold-Adern aus (No.1 Vein Zone Ag-Au ±Zn±Cu) und bilden in den Rändern des Systems.“
NorthWest Copper
Sun Metals‘ Explorationsmodell:
„Karbonat-Ersatzlagerstätten (CRD) sind Metall-Lagerstätten, die durch die Reaktion heißer magmatischer Flüssigkeiten mit Karbonatgestein wie Kalkstein oder Dolomit entstehen. Die heißen, metallhaltigen Flüssigkeiten werden von der Wärmequelle, einer magmatischen Intrusion (Glover Mo-Cu-Porphyr), nach oben getrieben und lösen das reaktive Karbonatgestein auf, wenn sie darauf treffen. Diese Reaktion verändert die chemische Zusammensetzung der Flüssigkeit, wodurch metallische Sulfidmineralien ausfallen, die häufig Blei, Zink, Kupfer und Edelmetalle wie Gold und Silber enthalten. Die metallischen Sulfidmineralien „ersetzen“ gewissermaßen das Karbonatgestein, da die reaktiven Flüssigkeiten einen Weg durch dieses hindurch auflösen.
Näher an der Quelle der Flüssigkeiten liegt die Mineralisierung häufig in Form von Kupfer-Gold-Skarn (Canyon Creek Skarn-Lagerstätte), der in Zink-Blei-Silber-Mantos (4b Manto Zone; Nr. 3 Manto Zone; Nr. 2 Manto Zone) und Schlote („chimneys“) übergeht. Am Rand des Systems fallen die kühleren Flüssigkeiten aus und es bilden sich Edelmetall-Silber- und Goldadern (No.1 Vein Zone Ag-Au ±Zn±Cu) an den Rändern des Systems. Der Flüssigkeitsweg ist immer durchgehend, daher sind auch die metallischen Körper durchgehend.
Stardust ist ein großes mineralisiertes System mit echtem Distriktpotenzial. Es verfügt über einen 2,2 km langen Mineralisierungskorridor mit 4 für ein CRD-System typischen Mineralisierungsarten: Porphyr, Skarn, Manto und epithermale Ader. Stardust ist eines der wenigen CRD-Systeme weltweit, bei dem alle CRD-Komponenten vollständig intakt sind.“
Im März 2021 verkündete Serengeti Resources Inc. den Abschluss einer Fusion mit Sun Metals Corp. (Betreiber von Stardust) bekannt und änderte seinen Namen in NorthWest Copper Corp.
Zwei Jahre zuvor sagte Steve Robertson, CEO von Sun Metals, in einem Interview mit The Northern Miner: „Wir haben mit unserem ersten Schlag einen Homerun erzielt. Bohrloch 421 übertraf eindeutig alle Abschnitte, die jemals zuvor auf dem Grundstück gesehen wurden, und offen gesagt, betrachten wir dies als eine bahnbrechende Entdeckung.“ Das Unternehmen meldete die Ergebnisse von Bohrloch 421 im November 2018. Das Loch durchschnitt 100 m mit einem Gehalt von 2,51% Kupfer, 3,03 g/t Gold und 52,5 g/t Silber in 517 m Tiefe. Das Unternehmen sagt, dass dieses Loch auf eine mögliche Erweiterung seiner Canyon Creek Skarn-Zone hinweist. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand erwartet hat, bei Eskay Creek die hochgradigste Goldmine der Welt zu finden, als man sie im Norden von British Columbia entdeckte. Niemand hat erwartet, dass Chuck Fipke eine Diamantenmine finden würde, als er in den Nordwest-Territorien nach Diamanten suchte, und hier haben wir 100 m mit 5% Kupferäquivalent in einem CRD-System im Norden von British Columbia, wo niemand erwartet hätte, dass man tatsächlich eine finden würde“, sagt Robertson. „Das verändert unsere Vorstellungen über das Potential. Wir denken jetzt über ein viel größeres System nach, und ich glaube wirklich, dass dies die Art und Weise verändern wird, wie die Leute über CRDs in British Columbia denken.“ Das Unternehmen sagt, dass der Schnittpunkt auf einen „großen mineralisierten Pfad“ hinweisen könnte, der zum Herzen eines hochgradigen Systems führt.“
Cinco de Mayo
Bei vielen CRDs weltweit handelt es sich um vergrabene (blinde) Lagerstätten, die in beträchtlichen Tiefen vorkommen, sodass eine Entdeckung ein langwieriges und kostspieliges Unterfangen ist. Es dauerte beispielsweise 15 Jahre der Prospektion und Forschung, bis das Cinco de Mayo CRD-Projekt in Mexiko schließlich zu einem wichtigen Bohrziel für MAG Silver Corp. wurde.
Anfang 2007 gab MAG Silver die Ergebnisse der ersten 9 Bohrungen bei Cinco de Mayo bekannt, wobei die beste Bohrung 1,88 m @190,9 g/t Silber, 7,9% Zink und 4,3% Blei nach 355 m Bohrlänge ergab. Bei den heutigen Metallpreisen hat dieses Loch einen Bruttometallwert von $421 USD/t.
Ein Jahr später, 2008, meldete MAG Silver die Entdeckung von José Manto in Bohrloch #20: 6,8 m @ 254 g/t Silber, 7% Zink und 6,4% Blei nach 471 m Bohrlänge (Bruttometallwert: $435 USD/t).
2012 verkündete MAG Silver die Entdeckung der Pegaso Zone: 61,6 m @ 89 g/t Silber, 0,78 g/t Gold, 0,13% Kupfer, 7,3% Zink und 2,1% Blei nach einer Bohrlänge von 928 m. Bevor diese tiefe Entdeckung gemacht wurde, wurde eine „Inferred“-Ressource veröffentlicht: Zu heutigen Preisen mit einem in-situ-Wert von $4,1 Mrd. USD, enthalten in nur 12,5 Mio. t Gestein.
Cinco de Mayo: Ein Weltklasse-CRD in der Tiefe ohne Oberflächenzugang
„Vor den 1990er Jahren wurde im Gebiet des Grundstücks an mindestens 12 Stellen in geringem Umfang Bergbau betrieben. Mitte der 1990er Jahre führte ein Tochterunternehmen von Industrias Peñoles S.A. de C.V. (Peñoles) 6 RC-Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 1.368 m durch, um mehrere verkieselte Zonen zu erproben. Im Jahr 1992 wurde das Gebiet von Peter Megaw im Auftrag von Teck Corporation (Teck) im Rahmen eines von 1991 bis 1994 durchgeführten Erkundungsprogramms im Bundesstaat Chihuahua besucht. Megaw stellte fest, dass das Gebiet günstige Eigenschaften für große CRDs aufweist. Die Feldarbeiten von Teck umfassten Erkundungskartierungen und detaillierte Probenahmen der Jaspis-Adern entlang dem Cinco de Mayo Ridge. Teck übertrug das Grundstück Anfang 2000 an Cascabel, ohne eine Beteiligung zurückzubehalten. Cascabel setzte die Absteckung der Claims bis 2003 fort. Im Jahr 2004 akquirierte MAG eine Option auf das Grundstück von Cascabel.“ (Quelle)
Die Entdeckung des vergrabenen José Manto auf dem Cinco de Mayo Grundstück in Mexiko war kein Erfolg über Nacht. Erst nach 15 Jahren Forschung und systematischer Exploration wurde es 2007 zu einem vorrangigen Ziel für MAG Silver Corp. (TSX: MAG).
Im Februar 2007 wurden die Ergebnisse der ersten 9 Bohrlöcher veröffentlicht: 1,88 m @ 190,9 g/t Silber, 7,9% Zink und 4,3% Blei (nach 355 m Bohrlänge)
Im Februar 2008 wurden die Ergebnisse des Entdeckungsbohrlochs Nr. 20 bei José Manto veröffentlicht: 6,8 m @ 254 g/t Silber, 7% Zink und 6,4% Blei (nach 471 m Bohrlänge)
Im Juli 2008 wurden weitere Bohrergebnisse veröffentlicht (in der Nähe des Entdeckungslochs) veröffentlicht: 3,46 m @ 612 g/t Silber, 13,2% Zink und 11,59% Blei (nach 520 m Bohrlänge bzw. in einer vertikalen Tiefe von ca. 400 m)
Im September 2008 wurden weitere Bohrergebnisse mit signifikanten Goldgehalten veröffentlicht: 1,5 m @ 370 g/t Silber, 6,89 g/t Gold, 9,46% Zink und 19,15% Blei (nach 750 m Bohrlänge)
Im Dezember 2008 wurden weitere Bohrergebnisse veröffentlicht: 5,57 m @ 487 g/t Silber, 16,46% Zink und 8,97% Blei (nach 460 m Bohrlänge)
Im Januar 2009 wurden weitere Bohrergebnisse veröffentlicht: 2,72 m @ 462 g/t Silber, 13,62% Zink und 10,06% Blei (nach 485 m Bohrlänge)
Trotz der ausgedehnten Deckschicht wurde im Rahmen des Bohrprogramms 2007/2008 eine bedeutende Mineralisation innerhalb einer seitlich verfolgbaren, niedrigwinkligen Struktur auf einer Fläche von mehr als 8 km2 durchteuft.
Im September 2009 wurden die ersten Bohrergebnisse bei Pozo Seco (4 km südwestlich der Entdeckung José Manto) veröffentlicht: 75 m @ 0,307% Molybdän (beginnend nahe der Oberfläche), inklusive 34,5 m @ 0,637% Molybdän und 0,467 g/t Gold (nach 47 m Bohrlänge)
„Die Molybdän-Gold-Ergebnisse von Pozo Seco könnten ein starker Indikator dafür sein, dass sich in der Nähe ein ursächliches intrusives [Porphyr-]Zentrum befindet.“ (MAG Silver im September 2009)
Im November 2009 wurden weitere Bohrergebnisse von der Pozo Seco Molybdän-Gold-Entdeckung veröffentlicht: 57,34 m @ 0,35% Molybdän und 0,73 g/t Gold (nach 19 m Bohrlänge)
Im Juli 2012 wurden die ersten Bohrergebnisse aus der neu entdeckten, tief gelegenen Pegaso Zone veröffentlicht: 61,6 m @ 89 g/t Silber, 0,78 g/t Gold, 0,13% Kupfer, 7,3% Zink und 2,1% Blei (nach 928 m Bohrlänge)
„Dieses Bohrloch in der Pegaso-Zone hat die bei weitem stärkste Mineralisation durchbohrt, die wir bisher bei Cinco de Mayo gesehen haben. Die Größe und die geologischen Eigenschaften, die wir sehen, entsprechen der Art von Hauptmineralisationszentrum/Quelle, die wir bei Cinco de Mayo schon lange erwartet haben, und sie ist in alle Richtungen offen. Dies ist ein echter Sieg für unsere systematische Explorationsmethodik und wir freuen uns sehr, unseren Aktionären eine weitere Entdeckung dieser Größenordnung zu liefern, die diesmal zu 100% in unserem Besitz ist.“ (MAG Silver im Juli 2012)
MAG Silver begann im Jahr 2007 mit aggressiven Bohrprogrammen bei Cinco de Mayo, die bis September 2012 fortgesetzt wurden. Im November 2012 verkündete MAG Silver, dass „die Landbesitzer der örtlichen Gemeinde Ejido Benito Juarez („Ejido“) dafür gestimmt haben […], MAG von seinem Cinco de Mayo Grundstück zu vertreiben und ein 100-jähriges Bergbaumoratorium über dem Gebiet zu verhängen.“
Auf der heutigen Website des „Cinco de Mayo“-Projekts von MAG Silver heißt es: „Da MAG Silver nicht in der Lage war, mit der lokalen Ejido, der den Oberflächenzugang zu wichtigen Teilen des Grundstücks kontrolliert, eine neue Vereinbarung über den Oberflächenzugang auszuhandeln, wurde im Jahr zum 31. Dezember 2016 eine vollständige Wertminderung vorgenommen. MAG Silver ist nach wie vor der Ansicht, dass das Cinco de Mayo Grundstück über ein beträchtliches geologisches Potenzial verfügt, und wird diese Mineralkonzessionen weiterhin aufrechterhalten.“
Auszüge aus der „Annual Information Form“ von MAG Silver (2016):
- MAG hat auf seinem zu 100% unternehmenseigenen Cinco de Mayo Grundstück im Norden von Chihuahua, Mexiko, eine bedeutende Karbonat-Ersatzlagerstätte (CRD) entdeckt.
- Die Lagerstätte Upper Manto Pb-Zn-Ag (Au), die früher als José Manto-Bridge Zone Lagerstätte bekannt war, besteht aus 2 parallelen und sich überschneidenden Manto-Lagerstätten, die als José Manto und Bridge Zone bezeichnet werden. Das Grundstück beherbergt auch die Pozo Seco Mo-Au-Lagerstätte […] die beiden Lagerstätten beherbergen deutlich unterschiedliche Mineralisationen mit unterschiedlichen Rohstoffen, sind durch 4 km und einen kleinen Gebirgszug voneinander getrennt, werden potenziell mit unterschiedlichen Methoden abgebaut – im Falle von Upper Manto im Untertagebau und im Falle von Pozo Seco im Tagebau – und weisen keine signifikanten Synergien auf.
- Es wurden insgesamt 6 Zonen modelliert, wobei sich die größte, Manto M10, vom nordwestlichen Teil der José Manto Lagerstätte bis in die Bridge Zone erstreckt und eine Länge von 2.500 m, eine Neigung von 350 m und eine Mächtigkeit von 1,5 bis 9 m aufweist. Die Zonen erstrecken sich von der Erdoberfläche bis in eine Tiefe von 950 m unter der Oberfläche.
Upper Manto Ressource (Inferred, 2012):
12,45 Mio. t @ 132 g/t Silber, 0,24 g/t Gold, 6,47% Zink und 2,86% Blei enthalten:
- 52,7 Mio. Unzen Silber (in-situ-Wert heute: $1 Mrd. USD]
- 96.000 Unzen Gold [in-situ-Wert heute: $158 Mio. USD]
- 1,77 Mrd. Pfund Zink (in-situ-Wert heute: $2,3 Mrd. USD]
- 785 Mio. Pfund Blei (in-situ-Wert heute: $667 Mio. USD]
Der 61,6 m lange Abschnitt mit Massivsulfid, der als Pegaso Zone bekannt ist und sich tiefer in Bohrloch CM-12-431 befindet, wurde in dieser Ressourcenschätzung nicht berücksichtigt. Dieser Abschnitt deutet auf ein hervorragendes Potenzial für eine viel größere Ressource in der Tiefe hin, allerdings sind zusätzliche Bohrungen erforderlich, um die Geometrie der Pegaso Zone zu bestimmen.
Auszüge aus “Cinco de Mayo: A new silver, lead, and zinc discovery in northern Mexico“ (2009):
- Die CRD-Lagerstätten machen etwa 4 Mrd. Unzen oder 40% der insgesamt in Mexiko produzierten 10 Mrd. Unzen Silber aus. Sie stehen nach den epithermalen Adern Mexikos an zweiter Stelle der historischen Silberproduktion.
- Die großen CRD-Lagerstätten umfassen durchschnittlich 10-13 MIo. t Erz, wobei die größten über 50 Mio. t hochgradiges Erz enthalten. Die Gehalte liegen in der Regel zwischen 60-600 g/t Silber, 2-12% Blei, 2-18% Zink mit Spuren von Kupfer und Gold. CRD-Erzkörper sind in der Regel metallurgisch unkompliziert, eignen sich für den kostengünstigen Untertagebau und belasten die Umwelt nur minimal.
- Die überwiegende Mehrheit der bisher gefundenen CRDs traten an der Erdoberfläche aus und wurden von der Erdoberfläche bis in die Tiefe verfolgt. Diese Möglichkeiten sind nun weitgehend ausgeschöpft. [Daher] sind CRDs schwierige Explorationsziele… Die Konzentration der Suche auf Gebiete, in denen bekannte CRDs ein angemessenes Größen- und Gehaltspotenzial aufweisen, und die Anwendung moderner und geeigneter Explorationstechniken sind von entscheidender Bedeutung.
“Hochtemperatur-Karbonat-Erze im mexikanischen Altiplano sind durch metallreiche tertiäre Intrusivkörper gekennzeichnet, die in strukturell vorbereitetes Karbonat-Grundgestein, entweder Kalkstein oder Dolomit, eindringen... Mantos, Chimneys (Schlote) und Massivsulfid-Pods sind die 3 wichtigsten morphologischen Typen und befinden sich im Allgemeinen weit entfernt von Intrusionszentren. Bei CRD handelt es sich um große Systeme mit 25-100 Mio. t hochgradiger Erze, die erhebliche Mengen an Silber, Blei und Zink liefern. Bis heute haben 10 CRD im Altiplano Ressourcen (alles inklusive) mit mehr als 1,7 Mio. Unzen Au, 300 Mio. Unzen Ag, 3,1 Mrd. Pfund Cu, 147 Mio. Pfund Mo, 2,4 Mrd. Pfund Pb und 9,6 Mrd. Pfund Zn veröffentlicht. La Encantada von First Majestic verfügt über die größte Silberressource mit über 92,5 Mio. Unzen bei einem Gehalt von 213 g/t Ag, während La Platosa von Excellon Resources mit 12,3 Mio. Unzen Ag mit einem Gehalt von 786 g/t Ag den höchsten Gehalt aufweist. Weitere bedeutende Liegenschaften sind Tayahua von Frisco mit Ressourcen von über 970.000 Unzen Au, 57 Mio. Unzen Ag, 2,7 Mrd. Pfund Cu und 1,4 Mrd. Pfund Zn mit Gehalten von 0,26 g/t Au, 15,1 g/t Ag, 1% Cu und 0,5% Zn, und MAG Silver´s Cinco de Mayo mit Ressourcen von über 96.000 Unzen Au, 52,7 Mio. Unzen Ag, 785 Mio. Pfund Pb und 1,7 Mrd.Pfund Zn, mit Gehalten von 0,24 g/t Au, 132 g/t Ag, 2,86% Pb und 6,47% Zn. Pozo Seco (Teil des Grundstücks Cinco de Mayo), das sich ebenfalls im Besitz von MAG Silver befindet, ist das einzige Grundstück mit Molybdänressourcen von über 147,2 Mio. Pfund mit einem Gehalt von 0,13% Mo. Die Tabelle [oben] zeigt die Tonnagen, Gehalte sowie die Gold-, Silber-, Kupfer-, Molybdän-, Blei- und Zinkressourcen (alles inklusive) für jede dieser Lagerstätten.“
https://gambusinoprospector.com/2016/02/10/carbonate-replacement-deposits-crds-in-the-altiplano/
„Der Santa Eulalia Bergbaugebiet ist das größte einer Reihe bedeutender Ag-Pb-Zn-Cu-Au-Karbonat-Ersatzlagerstätten ("CRDs"), die entlang der Schnittstelle zwischen dem mexikanischen Thrust-Gürtel aus der Laramide-Zeit und dem tertiären Vulkanplateau der Sierra Madre Occidental vorkommen. Santa Eulalia und vergleichbare Gebiete bilden ein Spektrum, das von Lagerstättenkontakt-Skarns über Dike- und Sill-Kontakt-Skarns und massive Sulfide bis hin zu massiven Sulfid-Schornsteinen und Mantos reicht. Das gesamte Spektrum kann sich auf Distrikt-Ebene in stark langgestreckten Systemen manifestieren, oder ein bedeutender Teil des Spektrums kann durch einzelne Erzkörper in stark teleskopierten Systemen dargestellt werden. Santa Eulalia ist ein stark langgestrecktes System, in dem die distalen Teile des Spektrums (Mantos bis zu Gang- und Sill-Kontakt-Skarns) gefunden und abgebaut wurden. Die proximalen, lagerstättenbezogenen Teile des Spektrums wurden noch nie gefunden...“
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1230992/000113717103000508/ex12c.htm
Dr. Peter Megaw ist der Mitbegründer von Minera Cascabel und MAG Silver. Seine Doktorarbeit war eine auf Exploration ausgerichtete geologische Studie des Santa Eulalia Silber-Zink-Blei-Distrikts in Mexiko und der CRDs im Allgemeinen. Er hat zahlreiche Publikationen über CRDs in geologischen und mineralogischen Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht. Dr. Megaw und sein Team sind für die bedeutenden Entdeckungen bei Platosa, Durango (Excellon Resources), Juanicipio-Fresnillo, Zacatecas (JV zwischen Fresnillo und MAG Silver), Pozo-Seco/Cinco de May (MAG Silver) verantwortlich.
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Mehr InformationenDas CRD-Explorationsmodell entwickelte sich aus Dr. Peter Megaws Doktoratsstudien im CRD-Minenbezirk Santa Eulalia – das Modell wurde weltweit wiederholt validiert, da es die Grundlage für eine Reihe von CRD-Entdeckungen in Nordamerika in den letzten 10 Jahren bildete, einschließlich der Taylor-Lagerstätte von Arizona Mining und Cinco de Mayo von MAG Silver, neben anderen. Mit diesem Modell kann Dr. Megaw eine außergewöhnliche Erfolgsbilanz bei CRD-Entdeckungen vorweisen. Durch seine 35-jährige Tätigkeit mit der mexikanischen Geologie hat er sich in der mexikanischen Minenindustrie einen Namen gemacht und ist ein häufiger Redner auf internationalen akademischen und technischen Symposien. Seine Doktorarbeit an der University of Arizona war eine auf Exploration ausgerichtete geologische/geochemische Studie des Santa Eulalia Ag-Pb-Zn-Distrikts in Chihuahua und der Karbonat-Verdrängungslagerstätten (CRDs) im Allgemeinen. Er hat zahlreiche Publikationen über CRDs in geologischen und mineralogischen Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht. Peters primärer Explorationsschwerpunkt sind CRDs, epithermale Aderlagerstätten und Porphyr-Kupferlagerstätten. Ihm und seinem Team werden die bedeutenden Entdeckungen von Platosa, Durango, Juanicipio-Fresnillo, Zacatecas, und Cinco de Mayo, Chihuahua, zugeschrieben. Peter wurde 2012 mit dem Robert M. Dreyer Award der Society of Mining Engineers für herausragende Leistungen in angewandter Wirtschaftsgeologie ausgezeichnet. Peter ist ein leidenschaftlicher Mineralsammler, seit er 1977 zum ersten Mal einen Fuß nach Santa Eulalia setzte. Im Jahr 1979 zog er nach Tucson und schloss sich schnell der Tucson Gem & Mineral Society an. Seine Mineraliensammlung konzentriert sich inzwischen fast ausschließlich auf Minerale aus Mexiko. Mit einer Kiste mexikanischer Mineralen gewann er 2006 die Desautels-Trophäe für die beste Kiste mit Mineralen auf der Tucson Show. Außerdem wurde er dreimal mit der Romero Trophy für das beste mexikanische Exemplar auf der Tucson Show ausgezeichnet. Seine mineralogischen Arbeiten wurden ebenfalls ausgezeichnet: 1985 war er der erste Empfänger des FM Student Paper Award für seine Arbeit über die Mineralogie des East Camps von Santa Eulalia; 2003 war er zusammen mit Tom Moore Empfänger des FM Best Paper in Mineralogical Record Award für ihren Artikel über die Ojuela Mine, Mapimi, Durango Mexico; und 2010 erhielt er den FM Best Paper in extraLapis Award für seinen Artikel über „The Geology and Genesis of (most) Collectible Smithsonite“. Er schreibt seit den Anfängen von Mineral News und ist beratender Redakteur und gelegentlicher Autor für Rocks & Minerals. Er ist Foto-Moderator für Einreichungen über Mexiko bei Mindat und Co-Moderator des FMF-Mineralienforums, oft mit einem Augenzwinkern. Eine Kombination der oben genannten Tätigkeiten führte dazu, dass er 2009 mit dem Carnegie Mineralogical Award ausgezeichnet wurde.
Megaw-Publikationen: www.researchgate.net/profile/Peter-MegawPrevious Coverage
Stephan Bogner
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Stephan Bogner (Dipl. Kfm., FH)
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